Meine "HARRO KOEBKE"
- Ein Schiffsmodell aus der "Premium Line" von Graupner -

- Ein Erfahrungs- und Baubericht -
23.11.2018


Mit Rechnungsdatum vom 01.04.2015 habe ich das Modell erworben.
Meine Erfahrungen mit solch einem Fertigmodell will ich hier versuchen möglichst werteneutral darzustellen.
Nach nun gut 3,5 Jahren bin ich mit der technischen Ausstattung soweit das ich nur noch an "Kleinigkeiten" feilen muß.


Ich habe sie nach anderen Einsätzen nun auch das dritte mal als Aussteller zur "modell-hobby-spiel" - Messe nach Leipzig mitgenommen.
Natürlich kam sie dort auch ins Wasser.

   


Beim anschließenden abtrocknen mit einem Küchentuch machte mich ein Nachbar darauf aufmerksam das da ja die Farbe abgeht. Konkret das Grün vom
Deck. Ich habe das zwar schon öfter bemerkt, mir aber keine Gedanken dazu gemacht. Da ich wegen anderer Fragen gerade mit Herrn Giesecke von
Graupner in Kontakt war habe ich da gleich noch nachgefragt.
Meine Mail vom 26.10.2018:
"Bei der Harro Koebke zeigt sich aber ein neues Problem.
Gekauft habe ich diese ja als Fertigmodell. Nun zeigt sich beim reinigen, ausschließlich mit Wasser, das sich die grüne Farbe vom Deck auf das Putztuch
überträgt. Das sollte bei einem Schiffsmodell wohl nicht sein. Parallel dazu löst sich am Aufbaudeck die Folie."
Die Antworten:
"Es sind keine 2K Farben sondern einfache 1K Lacke, diese haften gut, jedoch lösen sie sich beim reiben mit Baumwolltuch ab, ebenso mit Sidolin. Um die
Farben zu schützen bleibt nur, einen 2K Seidenmatt Lack zu verwenden und die vorhandenen Lacke zu überlackieren. 1K Lacke sind keinesfalls ein Mangel
sondern bei allen Premiumline Modellen Standard."
Was soll das?

Was ist dann von meinen anderen Feststellungen zu halten?
- Beim ersten Einsatz mußte ich feststellen das die Ruder undicht sind
- Die Motoren durchbrannten
- Die Welle vom Impeller des RIB`s rostete. Mein Lösungsvorschlag hier

Wie der folgende Baubericht zeigt habe ich das erst alles nicht für so tragisch gehalten. Ich hatte ja vor das Modell funktionstechnisch auszubauen. Jetzt sehe
ich das natürlich alles ein wenig anders. Ich bin fast fertig und darf mir Gedanken über eine Versiegelung, was einer neuen Lackierung gleich kommt, machen.


Weil das natürlich noch nicht genug ist haben wir zur Messe "SPIELidee" in Rostock festgestellt das
zumindest ein kleiner Rinnsaal direkt durch den Rumpf kommt (sehr wenig, aber es kommt). Also nicht nur ,
außen sondern auch innen versiegeln. Ich habe mir da schon am Anfang die Frage gestellt was das für ein
Material ist. Es ist sicher kein Laminat wie wir es kennen. Ist es vielleicht ein Gießharz, was wir als
Resin kennen, in welches eine Lage Glasmatte eingebettet wurde? Dann würde mich das nicht wundern.
Mit meiner Barkasse habe ich so etwas auch schon einmal gemacht. Bei der Größe
auch ohne Glaseinlage. Richtig zu fahren traue ich mir da jedoch nicht. Habe
einfach immer Bedenken das Material würde bei einem Anstoß brechen.
 
Im November 2018 hatte ich noch wegen der Ruder und Heckwanne einen Dichtheitstest mit eingefärbten
Wasser ausgeführt. Es war gerade ein größerer Rumpf verfügbar:

Bevor nun Vermutungen aufkommen, sie ist mir nicht runter gefallen und hat auch keinen Crash erlebt. Da
wäre es bestimmt nicht nur ein Rinnsaal.
Das Foto links zeigt also keinen Sonnenuntergang, sonder offensichtlich Risse im Rumpf die von außen nicht
zu sehen sind.
Ich bin super begeistert.
Es bleibt mir also nur das Beste daraus zu machen.

Ja, ich will nicht unken, aber vielleicht kommt mein auf dem
Dachboden liegendes, gefrästes Urmodell so doch noch
zur Nutzung.
   





Doch nun zum Bericht über den Ausbau meines Modelles.
Dargestellt wird der Arbeitsstand nach der Messe in Rostock Anfang November 2018. Auf die Waage brachte es zu dem Zeitpunkt 14,5 kg (ohne Akkus und Beiboot).
Mein Ziel ist das Konzept bis zum Frühjahr 2019 zu realisieren. Danach will ich mich nur noch um kleine separate Verfeinerungen kümmern und das Modell nutzen.


Wenn auch nicht als erstes erstellt, hier mein aktuelles Konzept:
Projekt-HK

Etwas unkonventionell und nicht nach DIN, der vorläufige Schaltplan.



Zugehörig gibt es natürlich auch noch die Belegung der verschiedenen Steckverbinder im Rumpf und zum Aufbau. Die aktuelle Ausführung der Steuerplatine.

Noch etwas chaotisch, ist aber sicher noch nicht die Endfassung. Es fehlen ja noch einige vorgesehene Funktionen.



Ihre Positionierung im Rumpf:



Die nächste Ausbaustufe (19.12.2018) mit der Relaisgruppe für die Kranfunktionen:


Auf dem Weg zu diesem Ergebnis ging natürlich nicht alles reibungslos. Eine nicht erkannte Lötbrücke zwischen den beiden Spannungsebenen 12 V und 5 V
zerstörte mir die Steuerungsbausteile. Eine kleine weiße Rauchwolke drückte dies aus. Steht ja auch in den Bedienungsanleitungen. Also notgedrungen alles
neu gekauft. Die beiden Module neben dem Empfänger hatten nun zusätzlich eine Failsave-Funktion und beim Schaltbaustein gibt es auch eine
Memory-Funktion. Was mich beim Propmodul nicht glücklich machte war die Tatsache das meine 4 eingesetzten Segelwinden nicht mehr sauber arbeiteten.
verschiedene Versuche, auch mit Ferritringen in den Servoleitungen brachten keinen Erfolg. Sie pendelten einfach immer um den Nullpunkt. Ich habe
mich an den Verkäufer der Segelwinde (Windforce 1406MG Digital - von Krick- mit 5 bis 6 Umdrehungen) gewendet.
Sie konnten mir nicht helfen.
So kam es zum Kontakt mit Herrn Giesecke bei Graupner. Das Ergebnis: - die neuen Popmodule sind nicht mehr für eine Steuerung von Segelwinden
vorgesehen, das auch nicht für Segelwinden von Graupner.
Prima.
Also habe ich nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Zwei Segelwinden steuere ich nun über das Bayermodul. Das klappt störungsfrei. Für die beiden anderen,
die für den Kran vorgesehen waren muß ich eine neue Nutzung suchen und die Kranmechanik umbauen.
Vielleicht liegt ja noch irgendwo in der Bastelkiste ein ungenutzter, funktionstüchtiger, "Graupner Multi-Prop-Mini-Decoder" - Best.-Nr. 4142/N.
Ich würde ihn gern erwerben.


So sieht es zur Zeit unter dem Aufbau aus. Nach mehreren Versuchen die Lautsprecher für die unterschiedlichsten Sounds wirksam unterzubringen habe ich sie
an den Boden vom Innenfahrstand gehängt. Bisher macht sich das auch für eine Präsentation des Modelles gut. Durch die Lautsprecher läßt sich der Aufbau
auch vernünftig abstellen. Wie zur Messe in Rostock besteht dann ein guter Blick in das Modell. Das weckt etwas mehr Interesse der Besucher.
Sie gehen nicht einfach nur vorbei.
Die Steckverbinder aus dem Car-Hifi-Bereich dienen der mechanischen Verbindung von Rumpf und Aufbau. Die elektrische ist wenn auch notwendig ein
"Nebeneffekt". Zusehen ist auch die wasserleitliche Verbindung für den Löschmonitor. Die Verbindung wird über einen Simmering am Aufbau hergestellt.
Das Prinzip habe ich mir bei einem Modellbauer abgeguckt, Herrn Kirchhof von der IG 1 : 10.

   


Auch hier sind die elektrischen Verbindungen chaotisch und noch nicht der Endzustand. Auf der Bodenplatte ist die Struktur das Innenfahrstandes zu erkennen.
Die Sitze von www.haller3d.com. Es sind natürlich alle bereits schon in meiner Bastelkiste. Den Innenfahrstand werde ich als Kartonmodell erstellen. So
ist auch eine optimale reproduzierbare Farbgebung möglich.

Ein- und Umbauten am Modell


Ständer für das Modell:

   
Der Ständer erhielt eine massive Gummiauflage mit seitlichen Anschlägen. Er sollte
so massiv sein weil ich vorgesehen habe das Modell komplett zu transportieren
Zum Transport wird das Modell dann durch den Kiel mit der Kiste verschraubt. In
den Fächern befinden sich dann später der Sender, das notwendige Werkzeug und ein
Laptop.
Das Beiboot kommt dann entsprechend gesichert in das Mutterschiff.

 

Das entsprechende Transportmittel ist dazu auch verfügbar.


Schrauben für den Antrieb des Modelles:

Sie mußten als erstes ausgetauscht werden. Dreiblattschrauben am Modell und Vierblattschrauben am Original ging natürlich gar nicht.

   
Fotos: "Lindinger" und "Weserkurier"

Maßstabsgerecht sollte die Mittelschraube einen Durchmesser von 60 mm
haben. Die beiden äußeren je 54 mm. Die Steuerbordseitige linksdrehend.
Am Modell befinden sich jetzt Schrauben von "aero.naut"
- S-Schraube-Form-C. Wer optisch noch bessere kennt darf mir da gern
einen Tip geben.



Austauch der Motoren:

Nach den Schrauben und trotz der undichten Ruder mußte dies als nächstes erfolgen. Die Motoren waren ja bei ersten Einsatz durchgebrannt. Na gut, neben
der für mich neuen 2,4 Ghz-Fernsteuertechnik und das noch als Computer sollte ich mich dann eben auch mit der der Brushless-Technik beschäftigen.
Parallel dazu dann eben auch mit den Lithium-Akkus. Bei mir in der LiFe-Ausführung (außer beim RIB).
Auf Empfehlung entschied ich mich für folgende Motoren:
       
Der wesentliche Vorteil, sie paßten ohne den vorhandenen Motorträger zu entfernen.
Die bisherigen Erfahrungen sind auch gut. Bei normal Fahrt ziehen sie ca. 2 Ampere. Bis 35 Ampere geht das bei zügiger bis voller Fahrt. Volle Fahrt heißt
aber bei meinen Einstellungen der Regler 70%. Mehr sollte nicht sein weil das Modell dann in der Fahrt unstabil wird.

Die Regler dazu. Mit dem Regelverhalten hatte ich da am Anfang einige Probleme. Das Umschalten von Vorwärts auf Rückwärts dauerte eine gefühlte
Ewigkeit. Für mich ging das gar nicht. Es gibt ja Situationen im Wasserbecken und Freiwasser die eine sofortige Umschaltung möglich machen müssen.
Gemeinsam mit Herrn Bauer und Graupner konnte das gelöst werden. Auf dem Regler befindet sich jetzt eine Software aus dem Coopterbereich. Ich bin
zufrieden damit. Die Trägheit der Masse läßt sich damit natürlich nicht austricksen.
Alle drei Regler haben in der Plusleitung des Servoanschlußes eine Sperrdiode.

Achtung: Auf Seite 12 der Bedienugsanleitung von Graupner steht zu den Regler folgende Festlegung:
"Motoranschluss Akkuanschluss - Die Kabel zum Antriebsakku dürfen insgesamt max. 20cm lang sein."
Den entsprechenden Hinweis dazu habe ich von einem Modellbauer bekommen. Längere Leitungen können den Regler zerstören. Da muß ich mir unbedingt
noch vor dem nächsten Einsatz des Modells Gedanken machen. Bisher hatte ich da wohl einfach Glück wenn ich mir vorstelle das ich zu erst die Motoren
über die Poller am Bug eingeschaltet hatte. Nun mache ich das über bi-stabile Relais bei den Motoren und einem Schaltkanal von der Fernsteuerung aus.



Die Abdichtung der Ruder:

       

Mit dieser Aktion habe ich gleich mehrere Sachen in Angriff nehmen müssen. Die Heckwanne mußte raus, das war unumgänglich. Ich habe mich für einen
waagerechten Schnitt unter der Deckskante entschlossen. Das vorhandene Gestänge mußte ich umdrehen. Der Lenkhebel vom Mittelruder war sonst für den
späteren Wanneneinbau im Weg. Damit mußte ich natürlich auch die Achsen in den Rudern drehen. Bei der Gelegenheit bekamen die Ruder eine
Messingscheibe auf die Achse gedrückt. Sie ist praktisch das Gegenlager für einen Nullring. Für diesen habe ich noch den Ruderkoker von unten nach
innen mit einem Kugelfräser für eine weitestgehende Aufnahme des Nullringes bearbeitet. Für die Innenseite habe ich drei Scheiben mit einer Tasche
gefräst. In diese kam eine Silikondichtung. Die Auflagefläche der Koker wurden noch etwas vergrößert. Die Anlenkhebel habe ich dann mit den
Muttern angepreßt. DieFixierung erfolgte mit den Inputschrauben. Bisher hat das gut gehalten.
Der eingesetzte Servo . Er sitzt jetzt auch im Heckbereich. Die Lüsterklemme in der Anlenkung wird natürlich noch durch einen ordentlichen
Kugelkopf ersetzt (Bild unten).
Bei der Gelegenheit erfolgte dann auch gleich noch die Ausfüllung des Hohlraumes unter der Heckklappenbefestigung mit Harz. So kann ich ausschließen
das Wasser durch diese Befestigungsschrauben kommt.

Der Antrieb für die Hecklappenbewegung:

  Für die Bewegung der Heckklappe gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei den Originalen
erfolgt das durch einen Hydraulikkolben. Dieser hat seinen Drehpunkt an der Rückwand
der Beibootwanne. Ähnliches habe ich mit meinem Gelenkprinzip nachempfunden. So ist der
Durchbruch auch wasserdicht.
Bei diesem Modell nutzte ich anfänglich auch mein Prinzip mit der Gewindeschubstange.
Die Idee zur jetzigen Lösung kam spontan. Mit der Segelwinde an den Grundbauteilen klappt
das Prima, wie das Video zeigt. Die Segelwinde muß auch keine 5 Umdrehungen machen.
Zwei Umdrehungen der Segelwinde genügen. Die Trommel muß den richtigen Durchmesser
haben. Gesteuert wird nun die Segelwinde mit dem Bayermodul. Mit der Software dazu
ist die Justierung möglich.
Diese Lösung hat im Nebeneffekt auch noch einen Vorteil. Ist die Segelwinde spannungslos
kann die Heckklappe mit der Hand geöffnet und geschlossen werden.



Die Heckwanne und Beibootaufnahme:

Auch hier kommt eine Segelwinde zum Einsatz. Sie bewegt die beiden Zahnriemen.
Am Schlitten und den Details ist noch zu arbeiten.
Da die Heckwanne nun gerade wieder mal offen ist habe ich noch die nachfolgenden
Einbauten erledigt
- Hecklicht und 2 Scheinwerfer am Ende des Arbeitsdeck´s
- Rauchgenerator/Abgasführung


Hecklicht und 2 Scheinwerfer::

Zur Realisierung war es notwendig 3 Drähte zu verlegen. Sie sollten durch die Stützen des Arbeitsdecks geführt werden
und unterhalb des Arbeitsdeck´s zu den Verbrauchen führen. Den notwendigen Durchbruch im Deck erledigte ich durch den
linken Trossenabweiser mit einem 3 mm erhitzten Messingdraht.


Rauchgenerator/Abgasführung::

Hier habe ich mich entschlossen den Rauch nur durch zwei Rohre zu führen. Dann natürlich für die geraden inneren Rohre. Die vorhandenen ließen sich leicht
und gut entfernen. Was mir nicht gelang war diese Gußteile aufzubohren. Als Ersatz nahm ich 12 x 1 mm Alurohr vom Baumarkt. Dazu hatte ich noch
passende Fittings vorrätig. Die Verlegung zeigen am besten die Fotos. Die Art der Verlegung wurde von der Größe des Rauchgenerators, der Lage der
Akkus, dem Antrieb für die Heckwinde auf dem Deck und dem Platz für das Kranmodul bestimmt. Eine Verschraubung auf beiden Seiten des
Rauchgenerators ermöglicht mir dessen Ausbau.
Die Durchbrüche vom Deck in den Heckaufbau konnte ich nur brachialisch ausführen. Dabei mußte ich auch noch feststellen das auf jeder Seite nach oben
zwei notwendig waren. Letztendlich ist es mir so gelungen das außen kein sichtbarer Schaden entstand.
Eine kleine Scheibe im Ende des Rohres verwirbelt den Rauch etwas. Die Geschwindigkeit des Rauchausstoßes werde ich über das Bayermodul noch mit der
Drehzahl des/der Motoren koppeln.
  MOV_6313.mp4  


Spillantrieb:

Das Spill soll sich einfach für einen kleinen Spaß drehen. Kinder erreicht man da ja meist mit einem Tier. Die jetzige Katze ist so der erste Versuch.
Möwen habe ich ja schon auf dem Mast und der langen Antenne vom Aufbau.
Der Antrieb erfolgt von der Seite über einen Zahnriemen. Den Getriebemotor direkt anzusetzen ging wegen der Antriebsakkus nicht. Sie benötigen den
Platz dort. Die Lagerung habe ich mich zwei Kugellagern recht massiv ausgeführt. Vielleicht will man ja doch mal etwas anderes mit dem Spill machen.
Der Antrieb befindet sich auf einer großen Grundplatte welche um die ganze Deckbreite geht und so gegebenenfalls die Kräfte auf das Spill besser verteilt.
   



Modul für die Kranfunktionen:



Für den Kran möchte ich folgende Funktionen realisieren:
- Kran drehen
- Kranarm heben und senken
- Kranseil ablassen und aufnehmen
Für das Drehen habe ich für die Zahnräder mal in die
Kramkiste gesehen und sogar etwas gefunden.
Da ich jetzt die Segelwinden, mit 5 Undrehungen, nicht mehr
nutzen kann muß ich das Getriebe umbauen.
Bisher habe ich da folgenden Servo vorgesehen. Das heben
und senken des Kranarmes realisiere ich mit einem Servo und
einem Polyamiddraht in der dargestellten Weise.
Der Polyamiddraht wird dabei durch das Vierkantrohr und den
anderen Rohren zum Kranarm geführt und dort befestigt.
Damit ist auch das senken das Armes gewährleistet.
Der Antrieb der Seiltrommel erfolgt durch das Getriebe eines
Microservos.


        


Pumpe für den Löschmonitor :

Das Wasser für den Löschmonitor enthehme ich über
einen Seekasten, wie im Original. Nur nicht an der
richtigen Position. Dort sitzen ja beim Modell die
Motoren. Die Verbindung mit der Löschleitung erfolgt
über einen Simmering. Die Seitenwände um diesen
sollen Leckwasser nach außen ableiten.

     


Lenzpumpe:

Eigentlich sollte diese nicht nötig sein. Aber, besser man hat sie. Für diese Pumpe habe ich auch eine
eigenständige Stromversorgung vorgesehen. Das Wasser wird über zwei Bullaugen abgeführt.
Ein Wasserkontakt und zwei Relais steuern die Pumpe. Über ein Relais kann ich vom Sender aus die Pumpe
bei zu langem Trockenlauf abschalten. Eine LED signalisiert dies. Sie sollte beim einschalten des
Modelles nicht leuchten


Bugstrahlruder - Umbau :

Hier ist dazu alles dargelegt. Als Regler ist ein "Navy BVR 20" im Einsatz (ohne Wasserkühlung).
Betätigt wird es über das Propmodul und "SD2" an der Fernsteuerung.


Ankerwinde :

Den Einbau der Ankerwindentechnik
von MG-Mechaniks erledigte ich über
die Öffnung am Aufbau und der
geöffneten Ankerklüse.
  
Die Mechanik ist wie ein Schubkasten
auf dem Podest positioniert. Ich kann
sie von dort jeder Zeit auch einfach
herausziehen. Der runde Readkontakt
realisiert eine zusätzliche elektrische
Abschaltung wenn der Anker oben ist.
Die Kette habe ich durch einen Fitting geführt.
Hier das Ganze in Einbaulage. Über
einen Spannungsregler stelle ich die
gewünschte Versorgungsspannung für
den Windenmotor ein.
  

Die Ankerklüse ist wieder verschlossen.

Anker hoch

Kette fällt




Löschleitung :

Die Kupplung zum Aufbau habe ich ja schon dargestellt. Das vorhandene Flexrohr mit
Ummantelung wollte ich natürlich nicht lassen. Ich fertigte also mit entsprechenden Rohren
und zugehörigen Fittings das Rohr selbst. Alle Verbindungen dabei sind nicht nur stumpf
gelötet. Am Ende des Rohres zum Löschmonitor habe ich die Erweiterung des Fittings belassen.
Sie nimmteinen Nullring auf. Ich habe mir also die Möglichkeit erhalten den Löschmonitor
auch zu drehen. Das ist aber für mich kein zwingendes Ziel. Ich kann ja auch über das
Bugstrahlruder das Modell entsprechend bewegen. Die momentane Farbgebung des Rohres ist
nur eine Zwischenlösung. Bei Gelegenheit werde ich mal wieder zum Kreuzer nach Sassnitz
fahren und mir die richtige Farbe mit der RAL-Farbkarte abnehmen.
Die Halterungen an der Mastbrücke und ein besserer Flansch am Aufbau werden noch
realisiert.


Löschmonitor :

         
Der Löschmonitor war im Lieferzustand leider nicht durchgängig. Etwas viel Klebstoff hatte die Wasserführung verschlossen. Mit einem Laubsägeblatt für
Metal habe ich die großen Flansche aufgeschnitten und diese Reste beseitigt. Letztendlich ging das ganz gut. Die Drehbewegung erfolgt durch einen Servo
mittels Zahnräder. Der Servo ist in der Mastbrücke untergebracht. Mit Hilfe des Aufnahmebausteines für den Servo wird auch der Mast und die Buchsenleiste
für die Stromverteilung im Mast befestigt. Der Mast ist also aufgesteckt. So läßt er sich bei Bedarf auch entfernen.
    In Funktion

Eine Folie deckt die Schrauben vom Getriebegehäuse ab.
Die Abdichtung vom Anschlußzapfen zum Löschmonitor erledigt ein Nullring.

     


Mast - Mastbrücke - Beleuchtung - Lichterführung :

Hier waren für mich wegen der nicht günstigen Ausführung einiger Bauteile zuerst die Traversen und der Antennenträger zu ändern. Den Antennenträger
mußte ich lösen und ihn dann um die Längsachse wieder aufkleben. Damit die Traversen halten habe ich in die Ecken Stifte eingeklebt. Die Grundplatten
der Lampenkörper ersetzte ich auch. Die Abdeckplatten an den Rückseiten konnte ich leicht entfernen. Sie wurden praktisch nur von der Farbe gehalten. Diese
werde ich wohl später, wegen der wirklich schlechten Ausführung neu machen.

Wie ein Abschnitt höher zu sehen kann ich auch den Scheinwerfer drehen. Zur entgültigen Realisierung muß ich aber noch sehen was mit meiner
Fernsteuerung machbar ist.

Alle Scheinwerferscheiben waren bei mir matt. Sie wurden durch Arylscheiben ersetzt. Die Reflektoren fehlten auch. Sie konnte ich bei Conrad und ebay
beschaffen. Ihre runde äußerliche Form habe ich angepaßt. Zu den Scheiben fräste ich noch neue Rahmen und die sichtbaren Stege. Den Dauertest zur Messe
(ca. 6 bis 8 Stunden) überstand nur die 3-Watt LED des Scheinwerfers auf der Mastbrücke. Die beiden vorderen, großen 1-Watt LED`s in den Scheinwerfern
leuchteten am zweiten Tag, trotz des großen Kühlkörpers nur noch ganz schwach. Die Ursache, LED-Treiber oder LED, muß ich noch klären, oder ich baue
hier einfach die anderen ein . Alle Gehäuse der gegossenen Scheinwerfer (so etwas wie Resin) wurden warm, haben aber standgehalten (hätte ich nicht
gedacht).


Bei den Decksstrahlern mußten auch die Scheiben ersetzt werden. Sie bekamen deshalb auch gleich einen schwarzen Rahmen. Manche Halterung und
Befestigung ist hier freischaffend ausgeführt. Da habe ich aber noch kein Interesse an Veränderungen.

Signallampen ohne Gehäuse ,na ja, das mußte auch anders. Bei der Firma Krick wurde ich fündig. Genutzt habe ich von den Signallampen nur den Glaskörper.
Mit einer gefrästen Grundplatte und Kappe aus schwarzem Polystyrol habe ich das vervollständigt. Die entsprechenden LED´s rein und die Sache war fertig.
Na ja, den LED´s habe ich mit der Feile noch etwas den Kopf stutzen müssen.
Im Prinzip habe ich LED´s mit einem Spannungsbereich von 4 bis 19 Volt eingesetzt. Die sind zwar etwas sehr teuer, aber ich brauche eben keinen
Vorwiderstand. Ich denke, das wird mir beim späteren aufräumen des Kabelsalates im Mast helfen. Nur bei den roten mußte ich Vorwiderstände nutzen.
Die waren zu der Zeit meines Bedarfes nicht verfügbar.

So sah der Mast dann zur Messe in Rostock (November 2018)aus.

 
Im inneren des Mastes war der Servo für den Löschmonitor, eine Buchsenleiste für die
elektrischen Verbindungen zu den LED´s und die beiden Steuerplatinen für den blauen und
gelben Rundumblitzer unterzubringen. Die beiden Steuergeräte mußten wegen ihrer Breite
so tief wie möglich in den Mast kommen. An den Leiterplatten war trotzdem in der Breite
Material zu entfernen. Das ging ganz gut. Paßt man nicht auf ist aber schnell ein Widerstand
auf der Steckbrücke verschwunden. Der blaue Rundumlichtblitzer wird über das
Bayer-Soundmodul geschaltet. Ist der Gelbe in Betrieb liegt an den ausgewählten Servos die
5 Volt Spannung an und können ihre vorgesehene Funktion ausführen.

Der Antrieb der Radarbalken erfolgt mit kleinen Getriebemotoren aus dem 1 zu 87
Automodellbau. Sie passen, wie die Fotos zeigen, prima in das Radargehäuse und dem
Ausleger und drehen von sich aus schon sehr langsam. Mittels Festspannungsregler
kann ich sie meinen Vorstellungen anpassen. Ein geschaltet werden sie über die bi-stabilen
Relais welche die Antriebsmotoren schalten (oberer Balken = Mittelmotor, unterer Balken =
beide Außenmotoren).
Wärend die Möwe auf dem Antenenträger reine Deko ist hat die auf der langen Antenne
(SSB-Funkanlage) eine Schuzfunktion für unsere Augen.

Die Positionslichter wurden analog zu den Lichtern am Mast nachgerüstet. Sie leuchten
so wie eine Motorengruppe eingeschaltet ist.
 
     


Das Soundmodul USM-RC-2 V1.20 von BEIER-Elektronic:

Die Nutzung habe ich lange Zeit vor mir her geschoben und nur den Motorensound genutzt (aber den falschen). Auch mehere Versuche die Lautsprecher im
Rumpf unterzubringen wurden verworfen. Wie weiter oben schon dargestellt befinden sie sich jetz am Boden vom Innenfahrstand im Aufbau. In meiner
Projektdarstellung ist aufgeführt wie ich die Schaltausgänge zur Zeit nutze. Zum Teil sind diese Funktionen schon mit einem Sound hinterlegt. Nach
anfänglichem ständigem wechsel der SD-Karte vom Computer zum Soundmodul erledige ich dieses jetzt über das USB-Kabel direkt. Auch wenn hier die
Datenübertragung von Sound´s zeitlich länger dauert ist es doch effektiver. Einstellungsänderungen lassen sich so in ihren Wirkungen sofort prüfen.
Mit diesem Modul werde ich wohl noch lange Zeit am Modell arbeiten können, ich bin ja erst am Anfang der Nutzung und dessen Möglichkeiten .